FAQ

Ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrerinnen und Lehrer sinnvoll bzw. notwendig?

Diese Frage ist im Grunde die wichtigste Frage.  Zur Klärung ist es notwendig, die staatliche Versorgungssituation einer Beamtin bzw. eines Beamten im Fall einer Dienstunfähigkeit zu betrachten.

BeamtenanwärterInnen erhalten in Falle einer Dienstunfähigkeit keinerlei Ruhegehalt. Ohne private Dienstunfähigkeitsversicherung steht diese Beamtengruppe bei einer Dienstunfähigkeit von heute auf morgen ohne Einkommen da. Hier halten alle Experten eine private Dienstunfähigkeitsversicherung für unerlässlich.

Beamte auf Lebenszeit können bei Dienstunfähigkeit nach 5 Jahren Dienstzeit mit einem ungefähren Ruhegehalt von 50% des vorausgegangenen Bruttoverdiensts ausgehen. Hier gilt es zu überlegen, ob die Höhe des Ruhegehalts ausreicht um den Lebenstandard einigermaßen halten zu können. Wenn das Ruhegehalt dafür nicht aussreicht, ist es sinnvoll die Differenz mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung abzudecken.

Was genau ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Über die so genannte Dienstunfähigkeitsklausel werden innerhalb der Versicherungsbedingungen die Leistungsvoraussetzungen speziell für Beamtinnen und Beamte geregelt.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel wird im Versicherungsmarkt als Dienstunfähigkeitsversicherung bezeichnet. Nur einige wenige Versicherungsunternehmen bieten diese Sonderklauseln für Beamtinnen und Beamte an.

Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Hier finden Sie einige Musterbeispiele mit den monatlichen Beiträgen:
Referendar/in, 24 Jahre, 1000 Euro Rente bis 60 LJ.    24,65 Euro
Gymnasiallehrer/in, 28 Jahre, 1000 Euro Rente bis 62 LJ.    29,74 Euro
Realschullehrer/in, 26 Jahre, 1000 Euro Rente bis 60 LJ.    30,76 Euro
Gymnasiallehrer/in, 47 Jahre, 1000 Euro Rente bis 62 LJ.    43,85 Euro
Berufsschullehrer/in, 34 Jahre, 1000 Euro Rente bis 62 LJ.    53,63 Euro
Förderschullehrer/in, 24 Jahre, 1000 Euro Rente bis 62 LJ.    42,49 Euro
Hauptschullehrer/in, 39 Jahre, 1000 Euro Rente bis 62 LJ.    48,06 Euro

Die Beiträge liegen bei diesen Beispielen zwischen 25 und 50 Euro.

Je niedriger das Eintrittsalter, je geringer die Rentenhöhe, je kürzer die Laufzeit, desto niedriger sind die Kosten.

Welchen Vorteil hat eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrerinnen und Lehrer?

Die Versetzung einer Lehrerin oder eines Lehrers in den Ruhestand bzw. die Entlassung aus dem Dienst wegen Dienstunfähigkeit gilt bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung bereits als Berufsunfähigkeit. Die Versicherungsleistung wird automatisch durch die amtliche Ruhestands- bzw. Entlassungsurkunde fällig.

Bei einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung muss die Beamtin oder der Beamte der Versicherung die Berufsunfähigkeit über ärztliche Gutachten in einem aufwendigen Verfahren nachweisen. Bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung reicht der Nachweis der Dienstunfähigkeit über die amtlichen Bescheide aus. Das aufwändige Prüfungsverfahren für die bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit entfällt.

Für wen ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung besonders wichtig?

Lehramtsanwärterinnen und Lehrsamtsanwärter auf Probe oder Widerruf werden bei einer Dienstunfähigkeit einfach entlassen. Sie haben noch keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit wie Ihre Kolleginnen und Kollegen, die bereits Beamtinnen oder Beamte auf Lebenszeit sind. Hier ist die Versorgungslücke besonders hoch und sollte sinnvoller Weise durch eine private Dienstunfähigkeitsversicherung abgesichert werden.

Aber auch Beamtinnen und Beamte auf Lebenszeit können eine erhebliche Versorgungslücke im Falle einer Dienstunfähigkeit haben. Lassen Sie sich Ihre staatlichen Ansprüche bei Dienstunfähigkeit von uns berechnen.

Kann ich die Höhe der Absicherung später verändern?

Ja, bei guten Anbietern ist es möglich, die Höhe der Dienstunfähigkeitsrente später zu verändern. Eine Reduzierung kann sinnvoll sein, sobald mit der Verbeamtung auf Lebenszeit für die Lehrerin und den Lehrer der Anspruch auf das staatliche Ruhegehalt besteht und die staatliche Dienstunfähigkeitsrente zusammen mit der Leistung der privaten Dienstunfähigkeitsversicherung zu hoch wird. Bei einer Reduzierung verringert sich auch der Beitrag der Dienstunfähigkeitsversicherung.

Kann ich eine Dienstunfähigkeitsversicherung kündigen?

Ja, die Kündigung ist in der Regel jederzeit ganz oder teilweise möglich. Wird die Versicherung monatlich bezahlt ist eine monatliche Kündigung ohne Kündigungsfristen möglich.

Was passiert, wenn ich freiwillig den Schuldienst verlasse?

Der Versicherungsschutz wird bei guten Anbietern automatisch auf eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung umgestellt. Es besteht dann voller Versicherungsschutz für die neue ausgeübte Tätigkeit.

Was ist bei der Auswahl einer Dienstunfähigkeitsklausel zu beachten?

Viele Versicherungen schwächen durch eine kunden- unfreundliche Formulierung der Dienstunfähigkeitsklausel die Vorteile dieser Klausel ab.
Die Dienstunfähigkeitsklausel wird von den verschiedenen Versicherungen sehr unterschiedlich formuliert. Wichtige Punkte sind dabei:

  • Ist die Klausel klar und eindeutig
  • Wird die Klausel zeitlich befristet ausgesprochen?
  • Stellt die Klausel Beamtinnen und Beamte auf Probe oder Widerruf schlechter als Beamtinnen und Beamte auf Lebenszeit?

Meines Erachtens ist die Qualität der Klausel einer Dienstunfähigkeitsversicherung das entscheidende Kriterium für eine gute Wahl.

Im Grunde muss eindeutig aus der Klausel hevorgehen, dass der Beamte bei der Entlassung wegen Dienstunfähigkeit bzw. der Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit die Leistung ohne Wenn und Aber erhält.

Welche Versicherungen bieten Dienstunfähigkeitsversicherungen an?

Folgende Gesellschaften bieten zurzeit Dienstunfähigkeitsversicherungen an:
Debeka, Signal-Iduna, DBV, Ergo (vormals: Hamburg-Mannheimer), Universa, Inter, Nürnberger, WWK, Deutsche Anwalt-und Notar-Versicherung, Bayerische Versicherung, Münchner-Verein, Condor, Huk;

Welche Berufe profitieren von einer Dienstunfähigkeitsversicherung?

Lehrerinnen und Lehrer, Finanzbeamtinnen und Finanzbeamte, Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamte, Beamtinnen und Beamte der Telekom und Post, Beamtinnen und Beamte der Polizei, Feuerwehr und des Vollzugs, Soldateninnen und Soldaten, im Grunde alle Berufe mit Beamtenstatus.

Wo kann ich mich informieren?

Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Suche nach der richtigen Dienstunfähigkeitsversicherung. Die Auswirkungen einer ungünstigen Dienstunfähigkeitsklausel sind enorm. Nutzen Sie kostenlos und unverbindlich unsere Online Beratung oder fordern Sie Ihren persönlichen Preis-/Leistungsvergleich an. Sie erhalten dadurch maximale Sicherheit für die Auswahl der optimalen Dienstunfähigkeitsklausel und vermeiden kostspielige Fehlentscheidungen. Kostenlose Hotline: 0800/8388111   E-Mail: info@versicherung900.de

Die häufigen Fragen sollen als Hilfesstellung für Lehrerinnen und Lehrern für die richtige Entscheidung der passenden Dienstunfähigkeitsversicherung dienen.

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87 Kommentare zu FAQ

  1. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Frau Quell,
    die lange Laufzeit bis zum 65.LJ und die Zusatzoption der Teildienstunfähigkeit führt wohl zu diesem höheren Beitrag. Eine Anpassung ist immer dann sinnvoll, wenn bei Dienstunfähigkeit die Rente aus dem Versicherungsvertrag aufgrund des gesetzlichen Ruhegehalts nicht im vollen Umfang von Ihnen benötigt wird.

  2. Sandra Quell sagt:

    Guten Tag Herr Großhauser,
    ich habe 2013 zu Beginn meiner Beamtentätigkeit eine Dienstunfähigkeit (mit Teildienstunfähigkeit) bei der DBV abgeschlossen. Bei einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr, erhalte ich eine monatliche Rente von 800 Euro, zahle dafür im Moment rund 80 Euro. Das erscheint im Gegensatz zu den Beiträgen, die hier genannt werden sehr hoch. Wie kann dies sein? Da ich nun bereits 5 Jahre auf Lebenszeit verbeamtet bin, sollte ich die Versicherung anpassen, da ich nun Anspruch auf das gesetzliche Ruhegehalt habe?
    Über Ihre Entschätzung würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sandra Quell

  3. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Kerstin,
    bei den Gesundheitsfragen ist wirklich Sorgfalt angesagt. Hier muss wirklich alles genau angegeben werden. Andernfalls droht der Verlust des Versicherungsschutzes. Jedoch sind auch die angegebenen Zeiten relevant. Wenn Sie die Fragen sorgfältig unter Einbeziehung der Fragezeiträume beantworten, sollten Sie keine Schwierigkeiten bekommen. Erkrankungen die außerhalb des Fragezeitraums liegen und seitdem ausgeheit sind müssen nicht angegeben werden. Empfehlenswert ist ein Abgleich mit der Hausarztakte. Dann haben Sie alles richtig gemacht. Für GrundschullehrerInnen bieten derzeit die Bayerische und die DBV meines Erachtens das beste Preis-Leistungsverhältnis.

  4. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Verena,
    die DBV ist ein gute Wahl. Es gibt dort auch reine Risikotarife ohne Sparanteil. Das ist auch meine Empfehlung. Bei der Laufzeit habe ich einen sehr pragmatischen Rat. Sollte der Beitrag für die längere Laufzeit zu hoch sein, dann ist eine Laufzeit bis zum 60.LJ auch in Ordnung. Die Warscheinlichkeit, dass Sie als Lehrerin mit 60 Ihre finanziellen Schäfchen im Trockenen haben ist meines Erachtens sehr groß.

  5. Verena Härtl sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    Ich (23) starte im September in das Ref (Grundschule, Bayern). Ich tendiere stark zur DBV. Da ich aber keine Kombi mit Sparanteil möchte, sondern eine reine Risikoversicherung, sind die Beiträge dort hoch. Deshalb tendiere ich zu einer Laufzeit bis 60 Jahren (ca. 50 Euro mtl.), da diese günstiger ist. Macht es Sinn, die DU auf so „kurze“ Zeit abzuschließen oder wäre eine längere und dementsprechend teurere Laufzeit (z.B. bis 65) empfehlenswerter?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Verena

  6. Kerstin M. sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    herzlichen Dank für Ihre sehr informative Seite.
    Ich (34, seit Dez ’15 verbeamtete GS-Lehrerin, momentan in Elternzeit) beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit mit dem Thema der Dienstunfähigkeit.
    Aufgrund einer vorrübergehenden psychischen Erkrankung, die vor mehr als 5 Jahren als ausgeheilt bestätigt wurde, konnte ich bisher jedoch noch keine Versicherung abschließen. Nun sind 5 Jahre vergangen und ich habe mir ein Angebot bei der dbv und debeka eingeholt. Bei beiden Versicherungen beziehen sich die Gesundheitsfragen auf die letzten 5 Jahre. In dieser Zeit hatte ich faktisch außer Erkältung, routinemäßigen Untersuchungen beim Zahnarzt und meiner Schwangerschaft keinen weiteren Arztbesuch. Ich habe trotzdem Sorge, dass es bei einer eventuell eintretenden Dienstunfähigkeit zu Schwierigkeiten kommen könnte. Wie sehen Sie das?
    Desweiteren habe ich vor weit mehr als 10 Jahren bei einem Allergietest positive Ergebnisse gehabt. Hier jedoch keine Probleme oder nötige ärztliche Behandlungen. Muss das nun angegeben werden?
    Da man so häufig von nicht zahlenden Verischerungen liest, möchte ich hier keinen Fehler machen.

    Welche Versicherung empfehlen Sie im Moment für Grundschullehrer?
    Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen

    Kerstin M.

  7. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Sebastian,
    die Bayerische hat nach wie vor ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis für Realschullehrer. Empfehlenswert ist auch die DBV. Die DBV hat wie die Debeka einen Teildienstunfähigkeitsschutz, ist aber wesentlich günstiger als die Debeka. Für Ihre Entscheidung ist bestimmt die Online-Beratung hilfreich: https://lehrer.versicherung900.de/online-beratung . Oder einfach kurz durchrufen.

  8. Sebastian sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    ich werde ab September 2017 in das Referendariat für Realschulen eintreten. In einem älteren Kommentar (vom Nov. 2014) erwähnen Sie, dass die „Bayerische“ für Realschullehrer das beste Preisleistungsverhältnis bietet. Hat sich das seitdem geändert? Was würden Sie für mich aktuell empfehlen? (Alter: 24, keine Vorerkrankung, eine gute Dienstunfähigkeitsklausel ist mir wichtig.) Habe kommenden Mittwoch ein Gespräch bei der DEBEKA, bin aber unvoreingenommen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichem Gruß

    Sebastian

  9. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Sara,
    die „Nürnberger“ ist meines Erachtens keine gute Wahl. Die DU-Klausel ist meines Erachtens nicht klar und eindeutig. Je nach Auslegung der Klausel ist es sogar möglich, dass für Beamte auf Widerruf und Probe die DU-Klausel überhaupt nicht greift.

  10. Sara L. sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    ich werde ab September 2017 mit meinem Ref (GS) in Bayern starten. Momentan bin ich dabei, eine passende DU-Versicherung zu finden.
    Ein Versicherungsmakler hat mir nun die „Nürnberger“ empfohlen. Endalter 62 Jahre, monatlicher Betrag von 42,50€ mit jährlicher Beitragsdynamik von 5%.
    Habe nun aber hier gelesen, dass Sie vor allem die Bayerische bzw. DBV empfehlen.
    Wie schneidet Ihrer Meinung nach die Nürnberger im Vergleich zu den anderen beiden Versicherungen ab?

    Vielen Dank im Voraus!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Sara L.

  11. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo,
    solange die Höhe Ihres Beamten-Ruhegehalts im Falle einer Dienstunfähigkeit für Sie nicht ausreicht, macht eine ergänzende Dienstunfähigkeitsversicherung Sinn.

  12. Vetter sagt:

    Hallo, ich bin 47, seit mehr als 5 Jahren Beamtin auf Lebenszeit und Sekundarschullehrerin in Sachsen-Anhält. Bis wann ist eine DU für mich überhaupt sinnvoll?

  13. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Frau Reichert,
    alle die Ihnen genannten Angebote haben eine gute Qualität. Eine lange Laufzeit hat immer auch einen höheren Preis als ein kürzere Laufzeit. Ich kenne die Höhe der zugrunde liegenden Rente nicht und kann daher keine Aussage über die Angemessenheit der Preise treffen. Ich würde Ihnen hier einen pragmatischen Ansatz empfehlen. Wenn der Beitrag für die längste Laufzeit für Sie akzeptabel ist, dann sollten Sie sich dafür entscheiden. Wenn nicht nehmen Sie eine kürzere Laufzeit. Grundsätzlich denke ich, dass Lehrer/innen auch mit einer kürzeren Laufzeit auskommen. Die Chance, dass mit dem 62. LJ die finanziellen Dinge geregelt sind, ist sehr groß. Sinnvoll ist es dabei die Versicherungsdauer kürzer zur wählen, die Leistungsdauer jedoch maximal festzulegen.

  14. Reichert sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    momentan befinde ich mich in den letzten Zügen meines Studiums und möchte mich nun schon um eine Dienstunfähigkeitsversicherung kümmern. Über einen Versicherungsmakler wurden mir Angebote von Iduna Leben, die Bayrische und DBV empfohlen, deren Preise bei einer Laufzeit von 63 Jahren zwischen 42€ und 53€ schwanken. In ihren Beispielen sind die Preise jedoch häufig deutlich geringer, allerdings bei einer kürzeren Laufzeit. Daher meine Frage: Sind diese Preise angemessen? Und welche Laufzeit ist empfehlenswert: 63, 65 oder 67 Jahre? Der monatliche Preisunterschied liegt bei 8€ bzw. 17€. Ich selbst habe keinerlei Vorerkrankungen und werde 2018 in das Referendariat an einer Grundschule starten.

    Viele Grüße
    Fr. J. Reichert

  15. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrter Herr Geibel,
    Sie können auch mit Ihrer geschilderten gesundheitlichen Vorgeschichte eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen. Es wird allerdings einen Ausschluss für die Wirbelsäule geben. Der Versicherungsschutz gilt dann nicht bei einer Dienstunfähigkeit, welche durch die Wirbelsaäule ausgelöst wurde.

  16. Geibel sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    ich bin Lehrer an einer Gemeinschaftsschule in NRW und habe zwei operierte Bandscheibenvorfälle (09.2014/11.2014). Ich bin im Juli 2015 verbeamtet worden und seit dem 10.2016 Beamter auf Lebenszeit. Die Frage lautet, habe ich aufgrund meiner BSV Geschichte überhaupt die Möglichkeit eine Dienstunfähigkeitsversicherung abzuschließen (auch inkl. Risikozuschlag)

    Viele Grüße
    A.Geibel

  17. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Frau Heide,
    mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind Beamte nicht optimal abgesichert. Hier kann es eine Leistung bei Dienstunfähigkeit geben, muss aber nicht, falls die Bedingungen der Aachener Münchener nicht erfüllt sind. Bei einer guten Dienstunfähigkeitsversicherung löst die Dienstunfähigkeit automatisch die Versicherungsleistung aus.

  18. Patrick Heide sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    ich bin Lehrer an einer Realschule in Niedersachsen. Ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der AachenMünchener abgeschlossen. Ist dies sinnvoll, oder werde ich im schlimmsten Fall nicht versichert sein?

    Viele Grüße
    P.Heide

  19. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Frau von Lehmden,

    die Generali bietet keine Beamtenklausel. Wenn Sie einen optimalen Versicherungsschutz für sich als Beamtin haben wollen, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Voraussetzung dafür ist ein normaler Gesundheitszustand. Gerade für Gymnasiallehrer/innen gibt es gerade Angebote mit einem extrem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

  20. Katharina von Lehmden sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,

    ich bin Gymnasiallehrerin an einer niedersächsichen Gesamtschule mit Oberstufe. Mittlerweile bin ich seit einem Jahr auf Lebenszeit verbeamtet.
    Meine DU habe ich 2010 noch als Studentin bei der Generali abgeschlossen. Ich zahle derzeit einen Beitrag von monatl. 61.88€, würde bis 67 Jahre eine monatl. Rente von 1000€ erhalten.
    Ist es sinnvoll, diese Versicherung beizubehalten?

    Viele Grüße
    Katharina von Lehmden

  21. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Simone,
    die R+V ist für Beamte auf Widerruf oder Probe nicht die richtige Entscheidung, da die DU-Klausel bei der R+V nur für Beamte auf Lebenszeit gilt. Debeka ist in der Tat nicht gerade preiswert. Das beste Preis-Leistungsverhältnis für eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrerinnen und Lehrer bieten derzeit die DBV und die Bayerische.

  22. Simone sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser.
    Auch ich bin derzeit auf der Suche nach einer guten DU! Derzeit habe ich 2 Angebote.
    1) Debeka 800 bis 60 // 35,98 €
    2) R+V 850 bis 62 // 38,73€
    Ich bin mir nicht sicher, welche der beiden ich nehmen soll, da ich relativ wenige kenne die ihre DU bei der R+V haben. Und jetzt in den Kommentaren gelesen habe, dass die Debeka ralativ teuer ist zu anderen.
    Ich überlege zudem noch ein Angebot bei der DBV einzuholen.
    Ich bin bald Referendarin für berufliche Schulen in Bayern.
    Können Sie mir eine Empfehlung aussprechen?
    MFG Simone

  23. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Frau Westhoff,
    ich empfehle meinen Kunden bei solchen Fragen sich genau am Wortlaut der Gesundheitsfragen des Antrags zu orientieren. Hier heißt es bei der Bayerischen: “ Wurden Sie in den letzen 10 Jahren in einem Krankenhaus, in Rehabilitations- oder Kureinrichtungen untersucht, beraten oder behandelt oder sind solche innerhalb des nächsten Jahres empfohlen oder beabsichtigt?“ Da beides Mal der Reha-Sport innerhalb von 10 Jahren stattfand, ist dies anzugeben. Der BU Antrag wird mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem angenommen. Mit einer Ausschlussklausel für die Wirbelsäule ist jedoch zu rechnen.

  24. M. Westhoff sagt:

    Guten Tag & vielen Dank für die zügige Antwort.

    ich hole mir nun Angebote rein, die dem der Bayerischen ähneln. Ein Gutes werde ich wohl finden!

    Weiterhin habe ich aber eine relativ spezifische Frage, rein hypothetischer Natur.
    Nehmen wir an, eine Person ist aufgrund von Rückenschmerzen (intensive Belastung, Z.B. durch Ausdauersport) zum Arzt gegangen und dieser hat nach merheren Untersuchungen eine Spondolyse festgestellt. Nun wurde daraufhin Reha-Sport zur Stärkung der Muskulatur verschrieben. Die Schmerzen sind weg und nie wieder aufgetreten und das Reha-Programm bereits über 6 Jahre her. Sollte diese Person es dennoch erwähnen? Wenn ja, würde die Person weiterhin eine BUV+DU bekommen zu x-Euro mehr? Wie würden sie den Fall beurteilen, falls der Reha-Sport innerhalb der 5Jahre liegt, die Diagnose aber außerhalb?

    Ich hoffe, dass Sie auf diese ungewöhlichen Fragen eine Antwort haben. Aber im Umfeld beschäftigen sich zurzeit einige mit der Thematik BUV+DU und keiner weiß, wen man unabhängig fragen kann :/

    Beste Grüße,
    Fr. M. Westhoff

  25. Thomas Großhauser sagt:

    Guten Abend Herr oder Frau Westhoff,
    das hört sich nach MLP an.
    Aber zu Ihrer Frage:
    die alte Leipziger hat keine Dienstunfähigkeitsklausel und ist deshalb grundsätzlich für Lehrer/innen ungeeignet. Die Dienstanfängerpolice der DBV hat eine Dienstunfähigkeitsklausel ist aber mit einer Rentenversicherung kombiniert. Verbraucherschützer und auch ich raten von solchen Kombinationen ab. Empfehlenswert ist die Bayerische. Warum Ihr Versicherungsmakler dieses gute Angebot als „Teilkasko“ bezeichnet ist für mich nicht nachvollziehbar.

  26. M. Westhoff sagt:

    Guten Abend,

    ich bin derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Dienstunfähigkeitsversicherung (Noch Student, bald Lehramtsanwärter Grundschule in NI ab 2017, 24J).

    EIn Makler hat mir drei grundsätzlich verschiedene Modelle vorgelegt.
    1. alte Leipziger mit einer „Basisrente mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung“, bei der quasi noch nebenbei gespart wird –> allerdings bin ich da nun abgeneigt, aufgrund meiner Recherchen, die mich auch hierher führten
    2. die bayrische, welche er im Vergleich zur alten Leipziger als „Teilkasko“ bezeichnet. Aber eben eine DU-Klausel enthält, richtig?
    3. Kombination Absicherung und Sparen als Dienstanfängerpolice von der AXA/DBV, welche ähnlich zur 1. zu bewerten ist, oder?

    Was muss ich weiterhin beachten? Beste Grüße,
    M. Westhoff

  27. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Frau Ehret,
    gerne beantworte ich Ihre Fragen. Zuerst die zweite Frage: Meines Erachtens sind beide Tarife für Sie nicht die beste Wahl. Verbraucherschützer und auch ich raten von Kombinationsmodellen mit Sparvertrag ab. Die Dienstanfängerpolice der DBV ist ein solches Kombinationsmodell. Besser ist es das Risiko der Dienstunfähigkeit separat zu versichern. Das Sparen muss bzw. sollte m.E. nicht bei einer Versicherung erfolgen. Außerdem ist m.E. das Referendariat nicht der richtige Zeitpunkt fürs Sparen. Hier geht es darum Ausgaben im Rahmen zu halten.
    Der Tarif der Debeka ist grundsätzlich qualitativ gut, aber im Preis-/Leistungsverhältnis ist die Debeka derzeit auf den hinteren Plätzen. Es gibt wesentlich günstigere Angebot mit gleich guten Leistungen. Die Beitragserhöhung von 20% alle 2 Jahre ist schlichtweg unseriös. Der Beitrag explodiert dadurch in kürzerster Zeit.
    Ihre erste Frage: Die Tarife sind wegen des Kombimodells bei der DBV nicht eins zu eins vergleichbar. Außderdem gibt es – wie oben bereits erwähnt- in der Tat höhere Preisunterschiede bei unterschiedlichen Anbietern.
    Ich versichere Referendare/innen meist mit einem einfachen maßgeschneiderten System aus zwei aufeinander abgestimmten Einzelverträgen ohne zusätzlichen Sparvertrag. Dadurch ist der/die Referendar/in zu Beginn bedarfsgerecht höher versichert. Die Rentenhöhe sinkt dann automatisch nach 5 Jahren. Der Beitrag ist dabei maximal günstig. Gute Versicherungen sind für dieses Konzept derzeit die DBV und Die Bayerische.

  28. Lisa-Carla sagt:

    Hallo Herr Großhauser,

    ich befinde mich gerade im Referendariat (Realschule in BaWü) und bin somit Beamtin auf Widerruf. Ich habe mir zwei Angebote für eine DU eingeholt:
    1) DBV Relax Rente Comfort (Dienstanfängerpolice mit Rentenversicherung und Überschussverzinsung der Sparbeiträge) für 55 € bei 1.200 € Rente bzw. nach 5 Jahren ca. 400 € Rente. Zusätzlich wird ein Garantiebetrag von ca. 18.000 zum Rentenbeginn ausbezahlt.

    2) Debeka: 750 € Rente für 53 €, mit Dynamik (alle 2 Jahre Beitragserhöhung um 20 %)

    Wieso erhalte ich bei fast gleichen Beiträgen bei einem Angebot noch 18.000 € und beim anderen nicht? Zu welchem der beiden Tarife raten Sie mir oder sind beide untauglich?

    Vielen Dank im Voraus,
    Lisa-Carla Ehret

  29. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Christoph, eine gute Wahl ist hier DBV oder die Bayerische. Der Beitrag hängt von der Rentenhöhe und der Laufzeit ab. Aber für 30-40 Euro gibt es was Vernünftiges.

  30. Christoph sagt:

    Hallo Herr Großhauser,

    ich bin auf der Suche nach einer geeigneten DU (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis).
    Ich starte im September mit dem Referendariat (Grundschullehramt in Bayern), bin 27 Jahre alt, Nichtraucher, guter BMI.

    Zu welchem Anbieter würden Sie mir raten? Wie hoch würde der monatliche Beitrag sein?

  31. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Frau Dreher, ich teile die Bedenken Ihres Maklers nicht. Die Bayerische ist meines Erachtens eine gesunde und solide Versicherungsgesellschaft. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist speziell bei Gymnasiallehrer/innen unschlagbar.

  32. Katharina Dreher sagt:

    Hallo Herr Großhauser,
    auch ich muss mich gerade für eine DU entscheiden (27, Referendarin am Gymnasium in BaWü seit Januar). Mein Versicherungsmakler hat mir die Angebote veschiedener Versicherungen vorgelegt. Die deutlich günstigste (und damit für mich attraktivste) wäre die Bayerische, die vom Makler empfohlene aber die DBV. Er begründete das damit, dass die Bayerische „schwach vor der Brust“ sei und es gut sein könne, dass der Beitrag stark ansteigen werde, da es eine eher kleine Versicherung ist, die zu günstig zu viele versichert. Sie empfehlen in einem anderen Kommentar die Bayerische. Was sagen Sie zu den Bedenken meines Maklers?
    Danke im Voraus! 🙂

  33. Thomas Großhauser sagt:

    Sehr geehrte Ina,
    weder HUK noch die DBV sind für Gymnasiallehrer derzeit die beste Wahl für eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Gymnasiallehrer erhalten im Augenblick das beste Preis-/Leistungsverhältnis bei der Bayerischen Versicherung.

  34. Ina sagt:

    Sehr geehrter Herr Großhauser,
    ich liege zurzeit ebenfalls in den letzten Zügen mich zu versichern (Lehramtsanwärter Gym Nds ab 25.1). Ich schwanke bei Krankenversicherung und DU zwischen HUK und DBV. Die DBV hat mir ebenfalls die erwähnte Dienstanfängerpolice empfohlen, die HUK hat mir ein Angebot zur Risikolebensversicherung mit Dienstunfähigkeitsschutz gemacht. Was meinen Sie, welche DU ist sinnvoller?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ina

  35. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Frau Buhl,
    die Dienstanfängerpolice ist eine Kombination aus einer kapitalbildenden Versicherung und einer Risikoversicherung zu Absicherung der Dienstunfähigkeit. Grundsätzlich halten ich und andere Experten wenig von kapitalbildenden Tarifen bei Versicherungen. Grund: Hohe Kosten, wenig Rendite, keine Flexibiliät. Die 1500 Euro erhalten Sie außerdem nur bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit. Danach wird die Rente auf 525 Euro reduziert. Der Beitrag geht aber in der Regel gleichzeitig nach oben. Verbraucherschützer raten dazu die Absicherung von Risiken und das Sparen zu trennen. Sparen bei Versicherungen ist m.E. nicht mehr zeitgemäß. Die reine DU ist deshalb m.E. die bessere Entscheidung. Hier gibt es auch spezielle Konzepte mit einer bedarfsgerechten zu Beginn erhöhten Absicherung.

  36. CathyBuhl sagt:

    Hallo Herr Großhauser,

    ich bin derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Dienstunfähigkeitsversicherung (Lehramtsanwärter Grundschule in BaWü ab dem 1.2.16, 27J).
    Der Berater der DBV legte mir die bereits von Ihnen erwähnte Dienstanfängerpolice ans Herz. Im Endeffekt zahle ich bei der Dienstanfängerpolice „nur“ etwa 20€ mehr, bekomme hier aber eine Rente von 1.500€ zugesichert (bei der reinen BU/DU wären es 800€).
    Der einzige Nachteil der Kombination sei, laut Berater, die eingeschränke Flexibilität. D.h., ich könne die beiden Leistungen/ Verträge nicht separat kündigen. Sie rieten jedoch in einem älteren Kommentar entschieden von dieser Dienstanfängerpolice der DBV ab. Können Sie mir Gründe für Ihre Ablehnung nennen?
    Warum ist das Abschließen einer reinen BU/DU bei der DBV zu empfehlen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Cathy Buhl

  37. Thomas Großhauser sagt:

    Hallo Herr Kolbmoor,
    die Debeka hat meines Erachtens eine gute Dienstunfähigkeitsklausel. Eine über die Vorlage der Enlassungs- bzw. Ruhestandsurkunde zur Dienstunfähigkeit hinausgehende medizinische Untersuchung wird meiner Kenntnis nach nicht verlangt.